Heimreise, Samstag, den 9.

Samstag, den 9.

Pünktlich kurz nach 6 kommt Carla, sie sei soo müde, schließlich hätte sie bis 4 getanzt, plumpst auf mein Bett, kuschelt sich ein und schläft. So mache ich den Kaffee.

Fähre in Porto Novo

Fähre in Porto Novo

 

Vittorino kommt überpünktlich und so ist der Abschied kurz aber überherzlich.

Letzte Sonne auf einer stürmischen Überfahrt.

Ich besuche noch Lino, der mich zum Essen nach Hause einlädt. Auch wenn heute sein Sohn von einem langen Auslandsaufenthalt in Portugal erst wiedergekommen ist, ist es so, als gehöre ich dazu. Wie das vermissen werde.

Als ich spät in der Nacht in einem kalten und regnerischen Lissabon ankomme und ich in deren Gesichter schaue, werde ich leicht verschnupft.

Zurück, Sonntag, den 10.

Sonntag, den 10.

Der Cova-Krater und ich

Der Cova-Krater und ich

Da nützt auch die Helle des Schnees nichts, durch den ich mit meinen Sandalen am Morgen in Hamburg stapfe und in meine warme Wohnung komme. Meine Übergangs-untermieterin hat beim Packen ein Chaos veranstaltet. Ich nehme es gelassen. Es ist schön, dass sie noch da ist. So packt eine aus und die andere ein. Ich winke ab, als sie berichten möchte. Schon die ersten Sätze berichten nur von Stress, der hier so läuft. Ich mag gar nicht reden, nichts von dem hören, was hier passiert ist. Aber das ist o.k. Ich habe einfach die Nase voll von der inneren und äußeren Kälte hier und möchte allen etwas Husten: Leute wacht auf, das Leben ist zu kostbar, um es zu ver-arbeiten.

Mein Körper nimmt es wortwörtlich, und so nehme ich mir guten Gewissens viel Zeit, diesen Bericht zu schreiben.

Und gar nicht schnell wieder hier anzukommen.

Sonntag, der 10.:Ankommen auf Santo Antao

Sonntag, den 10.

der Hafen von Porto Novo und die Armas, Verbindung zur Welt

der Hafen von Porto Novo und die Armas, Verbindung zur Welt

 

Ich bin wieder da

Ich mache einen Zwischenstopp in Porto Novo und treffe mich dort mit Carla, der jungen

Soziapädagogin, die die Gruppe auf der großen Wanderung mit begleiten wird. Ich hätte sie gerne die ganze Zeit dabei gehabt, aber sie hat für 2 Monate einen Job bekommen. Gerade mal 150€ im Monat.

Es gibt keine Arbeit, deshalb unterstütze ich sie mit Laptops, Spielkonsolen bei ihrem Projekt Casa do Encontrar, damit sie sich eine Arbeit schaffen, ihre Familie unterstützen und den Kindern von Ponta do Sol eine berufliche Zukunft geben kann. Ich habe wieder eine große Tasche für sie mit Geräten dabei, die ich für sie organisiert habe. Carlas Projekt , eine Vorstellung

das neue Sportstadion in Porto Novo, der Stolz des Ortes

das neue Sportstadion in Porto Novo, der Stolz des Ortes

Sie zeigt mir den Stolz des sonst verschlafenen, armen und wenig anheimelndes Städtchens:ein

 

neues Fußballstadion. Sie mag da nicht sein, aber hier ist ihre Arbeit und

Fußball, Leidenschaft aller Jungs

Fußball, Leidenschaft aller Jungs

sie kann bei der Familie ihres Freundes wohnen. Sie würden mich auch gerne auch gerne einladen, aber sie könnten mir nur so wenig bieten, das beschäme sie, erklärt Carla. Aber einen Kaffee hätten sie. Nein Hunger hätte ich nicht, aber den Kaffee nähme ich gerne an. So können alle ihr Gesicht waren.

 

Mit dem Sammeltaxi geht es in meine Wohnung, die mich herzlich begrüßt

Sonntags im Gato Preto

Sonntags im Gato Preto

Carla hat sie liebevoll für mich vorbereitet.

Den Abschluss des Tages finde ich im Restaurant von Teresa, wo ich einige bekannte Gesichter treffe und Carlas Vater mit einer Band Musik macht. Die Touristen sitzen stocksteif da, die Einheimischen tanzen zu einer Musik, die einfach ins Blut geht.