Ein Hallo und erste Vorbereitungen, Montag, den 11.

Montag, den 11.

Ein Hallo und erste Termine

Blick vom Balkon auf den Wanderweg

Blick vom Balkon auf den Wanderweg

mein Lieblingsblick

mein Lieblingsblick vom Balkon über Ponta do Sol

Viele kleine Begegnungen im Städtchen versüßen mir mein Ankommen. Noch scheint alles im Dorf intakt zu sein, auch wenn die zunehmenden großen Reisegruppen auf der Durchfahrt, meist aus Frankreich, den Flair nachteilig verändern. Ich hoffe, dass Carlas Projekt und noch andere Maßnahmen diesem etwas entgegen setzen können.

Ich mache mit Otmar, einem Wanderwiederholungstäter, einen gemeinsamen Ausflug aus. Ich will einen etwas abseits gelegenen Weg, den ich vor Jahren mal gegangen bin, noch einmal gehen, um zu sehen, ob ich ihn für nächste Woche verwenden kann. Ich freue mich darauf.

Willkommen und Absprachen, Dienstag, den 12.

Dienstag, den12.

im Curral von Alfred Mandl

man trifft sich im Curral von Alfred Mandl

Letzte Absprachen vor Ort

Ich will nach Paul, zu Alfred, um mit ihm die letzten Einzelheiten der Reise durch zu sprechen. Zu spät merke ich, dass es Karnevals- Dienstag, der Tag mit den Umzügen ist und gerate gleich 3x (in Paul, Povacao und zuletzt in Ponta do Sol) in das bunte Treiben hinein.

Karneval in Povacao, Musik ist immer ein Thema

Karneval in Povacao, Musik ist immer ein Thema

Umzugswagen in Paul, alles, was mit dem Meer zu tun hat

Umzugswagen in Paul, alles, was mit dem Meer zu tun hat

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Aber es ist alles gut abgesprochen, das herzliche Willkommen im Curral, und die gemeinsame Freude auf „den kleinen Jakobsweg“ tun einfach gut und lassen mich die etwas umständliche Heimfahrt auch genießen.

Karneval in Paul, das Rio Santo Antaos

Karneval in Paul, das Rio Santo Antaos

Karnevalsvorbereitungen sind ein Fest an sich

Karnevalsvorbereitungen in Paul. Santo Antao, sind ein Fest an sich

 die Wirklichkeit des Karnevals, Spass und Freude

die Wirklichkeit des Karnevals, Spass und Freude

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg gehe ich noch in die kleine Bar von Carlas Familie um mit ihren den Abend abzusprechen, den ich bei ihnen für die Tour vorgesehen habe. Essen, Musik und Tanz  live, direkt mit einer Familie zusammen.  Sie sind schon richtig aufgeregt, ob es ihnen wohl gefallen würde? RIMG1040Da bin ich ziemlich sicher. Mit Grogue, kleinen Teigtaschen gut versorgt mache ich mich auf die letzte Etappe den Berg hinauf zur Wohnung.

Ein Testlauf Jao Alfonso, Mittwoch, den 13.

Mittwoch, den 13.

Testlauf Jao Alfonso

Über den Tälern von Santo Antao

Über den Tälern von Santo Antao, der Abstieg nach Jao Alfonso

Trotz Aschermittwoch bekommen wir doch noch ein Taxi zum Ausgangspunkt eines wunderbaren Wanderweges. An dessen Ende treffen wir auf Sr. Candido, der jahrelang unter holländischer Flagge zur See gefahren ist und uns in die Kunst der Schnapsbrennerei einweist und auf die die einzige Likörfabrik der Insel, die aus einheimischen Früchten wundervoll kreative Marmeladen und Liköre herstellt. Die nehme ich auf jeden Fall in mein Programm auf.

Das Beste gegen Muskelkater ist: neben Grogue, tanzen. Da tue ich auch im Gato, leider ohne meinen Lieblingssänger, denn der ist ja noch auf Familienbesuch, wie er mir in Mindelo erzählt hatte.

 

Ein Valentinstag für mich, Donnerstag, den 14.

Donnerstag, den 14.

Ein Valentinstag für mich.

Ich nehme einen weiteren Anlauf, einen bestimmten Weg zu finden und zu gehen. Diesmal alleine.

Ein Blick vom Lombo Branco

Ein Blick vom Lombo Branco

Mein kleiner Jakobsweg für mich. Ich werde mit Hinweisen auf den richtigen Weg gut begleitet und wandere durch nette Dörfer und einsame Täler, wo mir doch schon ein wenig mulmig ist, so einsam wie es da ist.

Aber alles geht gut und ich genieße zauberhafte Ausblicke. Ein Fitnesstraining auf mehreren Ebenen für mich bevor es nächste Woche richtig losgeht.

Staubig, verschwitzt und zufrieden gehe ich noch bei Teresa vorbei.

Tereza im Gato Preto

Tereza im Gato Preto mit Elisabet

Müde sitzt sie an ihrem Tisch und wartet auf Gäste. Es ist nicht einfach hier als Ausländer zu leben und ein Geschäft zu betreiben. Die Uhren ticken hier schon ziemlich anders. Ich biete ihr den Schlüssel zu meiner Wohnung an, dass sie sich einfach mal eine Auszeit gönnen kann. Schließlich ist es ihr Haus und sie hatte es gebaut, um selbst mit ihrem damaligen Mann da zu wohnen. Aber auch Sonne und Palmen können Scherben nicht kitten.

Sie nimmt mein Angebot mit einem kleinen versuchten Lächeln an.

Passend zur Beendigung der Dusche und der Wäsche fällt der Strom und somit das Wasser aus.

Gute Nacht.

Der kleine Jakobsweg beginnt, Samstag, den 16.

Samstag, den 16.

Die Reise beginnt

Carla und ich am Ponta da Aqua

Carla und ich am Ponta da Aqua

Carla steht am Hafen, denn wir wollen die TeilnehmerInnen gemeinsam abholen. Sie freut sich, war sie das letzte Mal vor 4 Jahren in Mindelo. So mache ich, die Deutsche mit der Kapverdianerin von der Nachbarinsel eine kleine Sightseeingtour und erlebe auch die Stadt wieder ein wenig neu. Noch ist Zeit, Lino zu besuchen, einen Bekannten, den ich über eine Freundin kennen gelernt habe, die mit einem Kapverdianer verheiratet war und nach Mindelo ziehen wollte. In das Heimatland ihres nach langer Krankheit verstorbenen Mannes. Sie wollte uns ein Teil der Reise begleiten. Dazu kommt es leider nicht, denn sie wurde kurz vor Weihnachten tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Für uns alle ein großes Rätsel. Für Lino auch, und so trauern wir beide über eine liebe Person und um einen unrealisierten Traum. So schnell kann es gehen. Das wird mich und auch meine

Abendstimmung am Hafen von Mindelo

Abendstimmung am Hafen von Mindelo

Gäste immer mal wieder auf der Reise beschäftigen. Leben, wann, wenn nicht jetzt.

Schließlich ist es Zeit zum Flughafen zu fahren und die Aufregung steigt, wer wird es sein?

Gerade die Richtigen! Wir freuen uns alle und nach einer kurzen Pause bummeln wir durch das Städtchen. Es ist so schön, meine Begeisterung geteilt zu sehen. Nach einem anregenden Abendessen im Chave geht es früh zu Bett. Carla (und mit ihr ihr Projekt ) hat im Sturm alle Herzen erobert.   Wie schön!

Ankommen und ein Willkommen auf Santo Antao, Sonntag, den 17.

Sonntag, den 17.

Ankommen auf Santo Antao

selbstgemachte Köstlichkeiten im Curral

selbstgemachte Köstlichkeiten im Curral

Der vorübergehende Abschied von Carla wird abgemildert durch das herzliche Willkommen im Curral von Alfred und Christine. Dies wird für die nächsten 3 Tage unser Basislager.

Ein gedeckter Tisch wartet auf uns und Alfred mit seinen Geschichten, Projekten und Plänen.

Blick in eins der schönsten Täler von San Antao

Blick in eins der schönsten Täler von San Antao

Er hat vor 30 Jahren den sanften Tourismus hier aufgebaut, organisiert immer noch höchst individuelle Reisen und hat mit liebevollem Blick noch weitere Pläne, was dieses Land weiter bringen kann. Nein, er sei kein Aussteiger (auch wenn es so aussieht), sondern ein Einsteiger. Die Zeit verfliegt, so viel Interesse besteht an seinen Ideen und Perspektiven.

Dennoch, ich „verordne“ eine Pause, ein Ausruhen, denn ich würde gerne mit ihnen zu Einstimmung noch eine kleine Tour machen.

Auf dem Weg nach Teixere finden wir einen Vorgeschmack darauf, was wandern hier bedeuten kann, Tipps, wie man die Berge hier und die anderen im Alltag im übertragenen Sinne besser bewältigen kann und wundervolle Ausblicke über das Tal bis hin zum Meer.

Köstlichkeiten aus der einheimischen Küche runden den ersten Tag ab.

Erste Aus- und Einblicke, Montag, den 18.2

Montag, den 18.2

Erste Ausblicke

ein Überblick auf der Passstraße

ein Überblick auf der Passstraße

Ein offener Pritschenwagen bringt uns über die Passtrasse zum Cova-Krater.  Wie halten öfters an, damit ich die Pässe zeigen kann, die wir in den nächsten Tagen gehen werden. Erstaunen und leise Zweifel: ob wir das schaffen werden?

Klar, schließlich fangen wir langsam an, damit wir in Übung kommen. Ich hätte bisher alle Teilnehmer gut durch die Reise bekommen. Das beruhigt. Die Wolken kriechen über den Rand des Kraters und wir steigen zunächst durch die Wolken hinab, bis das Tal in seiner ganzen Schönheit vor uns liegt.

Kaffeeplantage in Paul

Kaffeeplantage in Paul

Abstieg vom Cova nach Paul

Abstieg vom Cova nach Paul

Wolken am Kraterrand

Wolken am Cova-Kraterrand

 

 

 

 

 

 

 

Wir kaufen Kaffee da, wo er angebaut wird und freuen uns, dass wir mit den Tipps von gestern die doch recht lange Strecke mit Genuss gut bewältigen.

Internet und anderes

Internet und anderes auf Kapverden

Im Curral angekommen, eröffnet Alfred, dass er mit der Installation der Programme auf den mitgebrachten Laptops einige Probleme hätte. Unsere Fachfrau verschwindet im Büro und beide werden für die nächste Zeit nicht mehr gesehen. Ja auch hier auf den Kapverden hat die Technik so ihre Tücken. So habe ich mit Hilke Zeit zur Einstimmung über Gott und die Welt zu plaudern. Dass es auch in Tiefe geht, ist nicht verwunderlich, wird doch beim Wandern immer so einiges “losgetreten“.

Der Tag 3, ein Tag an dem immer viel passiert, Dienstag, den 19.

Dienstag, den 19.

Der Tag 3

die "Messers Schneide"

die “Messers Schneide”, ein normaler Schulweg

Heute stehe ich vor einer Herausforderung:

Ausblick ins Figueral

Ausblick ins Figueral

mich und die anderen gut über „die Messers Schneide“ zu bringen. Franziska hilft dabei.

Anbau im Figueral

Anbau im Figueral

 

 

 

 

An sich ist der Weg bei normalem Wetter nicht gefährlich, aber steil, hoch und abfallend zu allen Seiten. Vorsicht ist gut, aber Angst kann einem ganz schön zu schaffen machen. Das habe ich selbst erlebt.

Maniokanbau

Maniokanbau

Freiluftstall

Freiluftstall in Figueral

Wir schaffen eine Atmosphäre der Vorfreude auf das Abenteuer und gelangen mit wunderbaren Eindrücken in das angrenzende Tal, das uns mit traumhaften Ausblicken, Ruhe und einer sorgfältig gepflegten Vegetation belohnt.

Auf dem Rückweg ins Haus treffen wir auf Touristengruppen, die mit den Minibussen durch die Gegend mit kleinen Pausen gekarrt werden. Nein, das ist echt nicht, das, was Reisen ausmacht. Viel sehen, wenig erfahren.

Dachterasse bei Kasita in Paul

Dachterasse bei Kasita in Paul

In der Sonne auf der Dachterrasse sprechen wir über die Erwartungen und Wünsche für Reise.

Beides, Berufliches aber auch Persönliches wird deutlich und mit großer Ehrlichkeit zusammen getragen. Ja, das wird klappen, auch das Herz ist beteiligt.

So sensibilisiert gehen wir zu Abendbrot. Ein Missverständnis droht die Stimmung zu stören, kann aber geklärt werden. Ja das passiert, wenn man so nahe an seinen Themen und Gefühlen ist. Das kenne ich und bin doppelt wachsam, auch wenn es nicht immer zu verhindern ist. Aber man kann damit für das persönliche Weiterkommen gut arbeiten. Wir haben ja noch viel Zeit miteinander.

Die innere Reise hat begonnen. Der Tag 3 eben.

Sammlung und Entscheidung, Mittwoch, den 20.

Mittwoch, den 20.

Sammlung und Entscheidung

der Blick auf Ponta do Sol

der Blick auf Ponta do Sol

die Badestelle in Ponta do Sol

die Badestelle in Ponta do Sol

Ein Ruhetag in Ponta do Sol, bevor es morgen auf die eigentliche Reise geht, 7 Tage von Tal zu Tal. Carla wird uns begleiten. Ich zeige Beiden meine Lieblingsplätze, die sie auch begeistern. Während Anne für sich sein möchte, gehe ich mit Hilke in meine Wohnung, um noch einige Sachen zu besorgen. Dort angekommen umfängt nicht nur mich tiefe Ruhe.

Ausblicke

Ausblicke

Es ist Zeit, das bisher erlebte, sacken zu lassen. Neu auftauchendes zu klären. Das nutzen wir, genießen das von der großen Carla für uns gekochte typische Essen mit ihr und Carlabekommen einen unverfälschten Einblick in die kapverdianische Küche und schließen den

im Gato Preto an der Bar

man trifft sich im Gato Preto an der Bar

Tag mit Musik und Tanz im Gato Preto ab. Ich merke, dass weiterhin bei Anne etwas gärt, nehme ihren Wunsch ernst, (erst einmal) in Ruhe gelassen zu werden. Hilke merkt es auch und kann schwer damit umgehen, so lenke ich sie mit Tanz ab. Elisabeth, eine ganz herzliche Kapverdianerin merkt Hilkes Bedrücktheit und nimmt sie mit ihrer Präsenz in ihre Arme und ihren Bann. Musik verbindet.