Phasen des Burnouts

Der Weg in ein Burnout als Endstufe einer Entwicklung läuft in unterschiedlichen Phasen ab. Diese können unterschiedlich lange dauern. Manchmal kann durch Maßnahmen die Entwicklung rückläufig sein, um dann wieder zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu laufen. Es ist wie eine Spirale, die mit unterschiedlichen Kreisen immer weiter hinabführt. Der Verlauf ist individuell ausgeprägt, zeigt jedoch bestimmte „Gesetzmäßigkeiten:

Burn-out entwickelt sich in mehreren Phasen

Ein Burn-out-Syndrom ist nur die letzte Phase einer Entwicklung, die sich über Monate oder Jahre hinziehen kann. Der Weg zum Burn-out kann unterschiedlich verlaufen. Es gibt Experten zufolge jedoch typische Phasen.

● Der Erfolg befeuert den Leistungswillen Am Anfang steht der Erfolg. Die Karriere kommt voran, Partner und Vorgesetzte reagieren positiv. Die eigene Leistungsbereitschaft zahlt sich aus. Für Regeneration ist keine Zeit und kein Bedarf, man fühlt sich oft unverwundbar, wenn es in dem selbst gesteckten Rahmen gut läuft.

● Der Stress macht sich erstmals bemerkbar Die Energiereserven werden verbraucht, der Akku nicht aufgeladen. Schleichend beginnt die Tiefen-Erschöpfung. Stress macht sich in Rückenschmerzen, Schlafproblemen oder Muskelverspannungen bemerkbar. Der Spaß an der Arbeit lässt nach, das eigene Perfektionsstreben nicht. Gereiztheit und Ungeduld gehören zu der Tagesordnung. Erste Veränderungen im Verhalten der Umgebung gegenüber werden deutlich.

● Härte gegen sich selbst soll die alte Leistung wiederbringen Versuche scheitern, dem Stress zum Beispiel mit mehr Sport, entgegenzuwirken. Der innere Druck steigt. Noch mehr Härte gegen sich selbst soll helfen, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Ratschläge, kürzer zutreten oder sich zu entspannen, werden als Kritik empfunden und abgelehnt.

● Letzte Energiereserven werden mobilisiert, um noch mehr zu leisten Der Betroffene arbeitet noch länger, übernimmt noch mehr Projekte, nimmt Arbeit mit nach Hause. Er mobilisiert die letzten Energiereserven, doch seine Konzentration lässt nach. Er macht immer häufiger Fehler, die früher nicht passiert wären. Versagensängste nehmen zu, das Selbstwertgefühl sinkt. Erschöpfungssymptome wie Herzrasen oder Schlafprobleme auch andere körperliche Reaktionen können die Folge sein.

● Psyche und Körper machen nicht mehr mit Der Endpunkt ist das Burn-out-Syndrom. Die Leistungsfähigkeit bricht zusammen. Die Arbeitsfähigkeit kann für Monate eingeschränkt sein oder ganz ausfallen. Die Patienten fühlen sich häufig wie gelähmt. Depressionen und Suizidgefährdung sind nicht auszuschließen.

In dieser Phase sind die Symptome von einer Depression und dem Erschöpfungssyndrom nicht mehr zu unterscheiden. Es besteht oft immer noch ein inneres sich Auflehnen gegen die eigene Situation: ich bin doch nicht „verrückt“ und doch fühlt man sich von sich selbst entfremdet, was eine weitere Belastung darstellt. Meist ist ein Klinikaufenthalt die letzte Rettung.

 

 

 

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