Nichts tun, und davon viel, Dienstag, den 26.

Dienstag, den 26.

Nichts tun, und davon viel

Cruizinha

Cruizinha

Strand bei Cruizinha

Strand bei Cruizinha

Zeit für sich am Strand.

Einer der 2 Strände der Insel, etwas eine Stunde entfernt lädt zum Baden ein, aber nur bis gerade zu den Knöcheln. Für mehr ist die Brandung einfach zu heftig. Aber trotzdem schaffen wir es wieder, gemeinsam für sich zu sein.

Als ich eher zurückgehen will, um sie mal allein zu lassen, schließen sich die Drei mit an. An einem schmalen Küstenweg entlang geht es nach Cruizinha zurück, einem unangenehmen Dorf, wo ich in der ganzen Zeit, in der ich über Santo Antao wandere, die einzigen Kinder mit Hungerbäuchen sehe.

was uns Kapverde bedeutet

was uns Kapverde bedeutet

Dabei hat das Dorf viele gute Ressourcen, die es nutzen könnte, das sagen auch andere Bewohner von Santo Antao. Nein, sie tun es nicht. Es ist auch der einzige Ort, wo ich sehr auf meine Wertsachen achte. Vieles ist eine Frage des Focus.

Zum Abendessen malen wir gemeinsam ein Bild, was Kapverde und die Zeit hier für uns bedeutet. Es ist sehr bewegend geworden.

Ein Teil der Reise geht zu Ende, Mittwoch, den 27.

Mittwoch, den 27.

Integration

Unsere Abschiedswanderung. Der Küstenweg als Quintessenz der letzten Tage ist eine der längsten:

Küstenweg1

Küstenweg Beginn

 

Küstenweg2

Küstenweg2

Nicht sonderlich große Höhenunterschiede, sondern lang.

Da ist das Thema Achtsamkeit und Haushalten mit seinen Kräften. Ich habe den Weg in 4,5 Std geschafft, mit einer Gruppe auch schon mal 10, ohne groß zu trödeln.

So sind wir froh, dass noch so viel Kuchen und Obst vom Nachbartisch übrig bleibt, eine Gruppe von 14 Franzosen.

Hoffentlich nicht… doch, tun sie.

Basaltformationen am Küstenwanderweg

Basaltformationen am Küstenwanderweg

 

Immer mal wieder überholen wir uns gegenseitig. Aber es stört uns nicht so wirklich. Die bizarre Basaltformationen und der weite Blick auf das tosende blau-türkiesene Meer hält uns in seinem Bann. Oder haben wir es geschafft, eine innere Ruhe zu finden, die uns so schnell keiner mehr nehmen kann?

manuel's bar in corva

manuel’s bar in corva

 

7 Stunden brauchen wir, mit einigen Stopps, u.a. auch bei Manuel in seiner Bar. Er freut sich über uns, da er gerne Geschichten aus der weiten Welt hört. Er hat ein verkrüppeltes Bein und betreibt seine Bar unten in einer Senke am Weg hinter Fontainhas, wo es keine Strasse mehr gibt. Er klagt nie und beeindruckt durch sein Da und so sein.

 

Die Tagesschau handelt heute von Meer, Berge und Weite, bevor es zum Essen und Tanz zu Carlas Familie geht.

musik bei costas

Musik und mehr bei Familie Costa

5 Töchter, ein Enkel, ein Sohn, Mutter, Vater, Onkel. Alle in einem kleinen Haus mit 4 kleinen Zimmern, wovon eins in eine Bar umgewandelt wurde, damit etwas Geld herein kommt, denn keiner hat eine feste Arbeit. Es wird musiziert mit Gitarren und Cavaquinha, einer  kleinen Ukulelenart, Rasseln aus den Früchten einer Akazienart und mit gefüllten Blechdosen.

Die Lieder sind bekannt und alle singen mit. Eine Einführung in Batuko und kapverdianischen Merengue klappt auch mit schmerzenden Wanderfüßen. So geht das Leben auch.

Carla bringt uns noch zur Unterkunft und wir vermissen sie schon jetzt.

Mit Kraft und Schwung durch den Herbst

Kraft tanken im Herbst

Ein Rest von Wachsen und reifen, aber jetzt die Ernte einfahren – und genießen.
Altweibersommer
Wie erleben wir den Herbst- meist doch als Zwischenstadium zwischen Sommer und der dunklen Jahreszeit. Wenn’s schön ist: au ja, noch ein Rest Sommer, aber es stimmt ja nicht weil es Abend schon kalt ist…

Oh je, wieder ein Sommer vorbei. Stress, Wehmut, genervt, weil der Sommer ja auch nicht das war, was er sollte. Anfang der ewig langen dunklen Jahreszeit?

Was wäre, wenn wir schauen: Zeit des  Erntedanks, des Oktoberfestes (im September).

Der Herbst in seiner Fülle

reiche Ernte unserer Bemühungen sollten gefeiert werden “Erntedankfest” als Kraftquelle für kommende Zeiten

Aus diesen Monaten etwas Eigenes machten: Zeit der eigenen Ernte? Egal, ob manche Projekte noch nicht fertig sind, oder noch andere anstehen.

Was ist reif für die Ernte, was können wir feiern? Welche Früchte hat das Jahr bisher geliefert? Die Sprache ist schön bildhaft, setzen wir doch diese Bilder in unseren Berufs- Alltag um, treten aus dem Hamsterrad heraus und gönnen uns etwas Genuss!

Finden wir Symbole, Gegenstände für das, was wir positives einfahren oder eingefahren haben… (ein schön dekorierter Kontoauszug, ein das Herz erfrischendes Testimonial, genossen mit köstlichem Pflaumenkuchen)

Seien Sie kreativ, gestalten Sie mit allen Sinnen. Und zur stetigen Freude passt dazu ein exponentierter Platz im Büro.

Diese und ähnliche Themen werden Inhalt bei meinem Oktober-Wandercoachings an der Elbe sein. Kommen Sie mit!